Auch Erwachsene können angstfrei Radfahren lernen

Als ich den Artikel zu dieser Überschrift las, hatte ich entschlossen mich für den Kurs anzumelden um meine Angst vor dem Fahrradfahren abzulegen. Als dann die Post mit den Vorbemerkungen zu dem Radfahrkurs eintraf, war ich schon etwas entspannter, da ich das Gefühlt hatte, hier ist jemand der sich wirklich für die Sache einsetzt und sich damit auseinander gesetzt hat.

Erster Tag:
Die lockere aber aufklärende Einweisung, auch wenn man noch nicht alles verstand, machte es einem leicht sich auf das was jetzt auf einen zukommt, einzulassen. Es war plötzlich auch einfach, zuzugeben das man halt nicht Rad fahren kann. Und allen anderen Teilnehmern ging es wohl auch so. Und schon nach einigen Minuten auf dem Platz mit dem Roller war man ganz bei der Sache, hatte Erfolgserlebnisse und die Anspannung ging weiter zurück.

Zweiter bis vierter Tag:
Bei Ankunft wurde man immer fröhlich und direkt begrüßt, auch die Gruppe kam immer mehr zusammen. Das trug auch zu den Erfolgserlebnissen bei. Auch der Spaß am Rollerfahren war bei uns teilweise nicht zu überhören. Die einzelnen gelernten Schritte fügten sich nach und nach zu einem Ganzen zusammen, so dass wir am Donnerstag (vierter Tag) schon auf den Satteln der Räder saßen. Wackelig und noch verkrampft aber doch Rad fuhren. Was waren wir stolz, und es gab sehr viele glänzende Augen.

2. Woche:
Man lernte immer mehr auf seinen Bauch zu hören und sich nicht unter Druck zu setzen. Man wurde durch Beispiele oder“Spiele wie sei ganz traurig, sei stolz, sei hochnäsig oder Ablenkungen wie Rechenaufgaben automatisch zu einem sicheren Fahrradfahren gebracht. Bzw. man verstand, dass man beim Fahren loslassen kann um trotzdem bei der Sache zu sein. Als dann der kleine Ausflug in den Volkspark kam, waren wir etwas wie kleine Kinder voller Erwartung und es stellte sich die Frage „ob man das durchhält“ und ob man das nun „kann“. Unser Trainer hatte mehr vertrauen in unsere Leistungen als wir selber. Aber war das schön nach dem Rundkurs!!!!!!!
Und schon hatten wir wieder gelernt mehr auf unser „Gefühl“ zu hören und abzusteigen wenn einem eine Durchfahrt zu eng erschien oder die Abfahrt zu steil. Was soll’s, wenn man sich so sicherer fühlt.

Ich finde das dies ein ganz wichtiger Aspekt ist: tue nur das was Du Dir selber auch zutraust. Fühle Dich keinem Anderen gegenüber verpflichtet als Dir selber es so zu tun wie Du es willst. Denn wenn etwas passiert, sind es Deine Schmerzen. Der Andere hat keine.